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Hier wohnte ich |
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Mein Bruder und ich |
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Senftenberg - 1944 bis 1946 Hier wohnten wir, unterbrochen von einer dreimonatigen Flucht. Meine Mutter, mein Opa, die Schwester meiner Mutter und wir drei kleinen Kinder waren mit einem Handwagen auf der Landstraße. Ich kann mich an Senftenberg insoweit erinnern, dass wir dort einen wunderschönen Garten mit drei Kirschbäumen (für jedes Kind einen) hatten und im Vorgarten Forsythienbüsche und ein Pfirsichbäumchen standen. Meine Schwester ist dort geboren. Meine Mutter hat zu Hause entbunden. Mein Bruder und ich standen zu dem Zeitpunkt auf der Straße und beobachteten ganz genau, ob ein Storch durchs Fenster ins Haus flog. Als wir dann zu unserer neugeborenen Schwester durften, wunderten wir uns sehr, wie das denn nun ohne Storch passiert war. An die Flucht habe ich auch noch schlimme Erinnerungen – will aber nicht davon berichten es ist zu traurig. Nach der Flucht haben wir kurze Zeit in Eisenach bei einer Schwester meiner Großmutter gewohnt. Tante Gustchen, eine damals bekannte Wagner-Klavierinterpretin, gab in der Zeit oft Klavierunterricht und hatte dadurch etwas mehr zum Essen als wir. Sie hatte auch einen großen Garten. Heimlich pflückten wir Kinder uns manchmal Obst. Meine Mutter hat es dann erreicht, dass unsere Senftenberger Wohnung uns wieder zugewiesen wurde und wir sogar den größten Teil der Möbel zurückbekamen. Startseite
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