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Der Weg ist das Ziel
Fährfahrt nach Helsinki und zurück
 17. bis 20. August 2009 

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"Ein neues Schiff" bei Finnlines. Mit dem möchte mein Mann so gerne fahren. Ein Jahr schon - immer wieder fallen Bemerkungen und es wird im Internet gekuckt. Endlich - in einem leichtsinnigen Moment sage ich zu. Männe erkundigt sich, ob überhaupt eine Kabine frei wäre. Ja, sie ist - und er bucht sofort. Hilfe, mir wird schon wieder schlecht. Schlafe nachts nicht, schwitze und phantasiere. Typisch - mal wieder das Vor-Reise-Fieber. Ich kenne das. Der arme Männe aber auch.

17. August. Heute ist es nun so weit. Krank bin ich nicht geworden (trotz Vor-Ängste). Wir können heute ab 20.30 Uhr auf die Fähre. Abfahrt ist nachts um 3 Uhr. Wir wollen vorher noch in Travemünde in die Konditorei von Niederegger. Männe möchte die Marzipantorte essen. Ich gehe in der Zeit in die Imbissstube daneben (Spaß). Um Mitternacht gibt es auf der Fähre was zum Essen. Da wir schöne Außenkabinen gebucht haben, werden wir vermutlich oft raus sehen.

10:00 Uhr, es geht los. Eigentlich wollten wir/ich etwas später weg, damit wir nicht viel früh am Terminal in Travemünde stehen.

Na-ja "Wollen und "Tun" ist Zweierlei. 14 Uhr, wir sind  in Travemünde. Zuerst steuern wir  mal zum Anlieger. Was da alles umgebaut ist. Nichts ist mehr wie früher. Auch der Weg zum Stadtkern ist viel weiter. Wir gehen zuerst in das Hafenhaus, wollen unsere Fahrt bezahlen. Zuerst lassen wir mal unsere Anschrift richtig eintragen. Dass uns die Reisebestätigung gefunden hat, ist fast ein Wunder, so fasch war unsere Adresse.

Bezahlen: so einfach ist das nicht. Immer wieder sagt das EC-Karten-Einlesegerät der Finnlines-Mitarbeiterin "Keine Verbindung". Sie meint es läge an der Karte von Männe. Quatsch, meine tut auch nicht. Ein anderer Mitarbeiter meint "da war vorhin was kaputt, ein Techniker war schon da". Neuer Versuch, wieder kein Erfolg. Gleich bekomme ich ein schlechtes Gewissen "Wollte Männe nicht Bargeld mitnehmen". Hätte ich ihn mal gelassen

Dann  geht es mit dem Auto in die Stadt. Einen Parkplatz direkt im Kern haben wir. Da- da liegt das Traumschiff Deutschland. Schnell ein Foto und weiter geht es. Jetzt zur Sparkasse. Aber auch hier Problem - 500 Euro spuckt der Automat - dann " Ihr Limit ist erreicht". Was soll das denn wieder? der Kassenangestellte erklärt, man kann nur einmal am Tag höchstens 500 Euro abheben. Dann die Idee, Erika hat ja auch eine Karte. Tatsächlich, wir bekommen die noch benötigte Summe ausgespuckt.

In Travemünde, was gibt es da alles zu sehen. Die Stadt ist total voll. Wir kommen uns, auch durch das gute Wetter, wie in Blanes (Spanien) vor. Geschäfte, Lokale, Kaffees alles ist in Massen da. Und Menschenmengen schlendern durch die Fußgängerzone. Wir - Wunsch von Männe "Niederegger" - . tatsächlich bekommen wir sogar einen Tisch direkt am Trave-Ufer - lecker Torte und für Erika einen Milchshake genießen wir sehr.

Noch etwas durch Travemünde spaziert und dann wieder zum Hafenhaus. Bezahlen ist nicht, keiner da. Aber eine wunderbare Aussicht und auch gemütliche Plätze zum Ausruhen. Hier ginge auch, wenn wir Fußgänger" wären der Shuttelbus ab.. Jetzt sehen wir viele Fähren. Mit den meisten sind wir sogar schon gefahren.

Etwa um 18.30 dann (viel zu früh) ging es zur Fahrspur zum Autoeinschecken. Das sollte um 20.30 sein. Ist es auch, wir bezahlen und werden dann auf einen Warteplatz geschickt. "Sie können sich jetzt noch biss 22.15 rum treiben. Dann geht es  - hoffentlich - los". Wir staunen, hatten wir doch gedacht, wir könnten jetzt schon in unsere Kabinen. Ist aber nicht .Die Zeit geht ziemlich schnell rum. Es gibt ja auch so viel zusehen. Viele Autos warten auch mit uns

Dann um 22.30 dürfen wir auf das Schiff. Eine wirklich schöne Kabine haben wir. Großes Fenster und Sofa mit Tisch. Was will das Herz mehr. Nach dem Abendimbiss - wir haben einen Zweiertisch am Fenster - gehen wir auch gleich in unser Zimmer. und dann nach ein paar Bierchen auch ins Bett.. Um kurz nach 3 Uhr, sehe ich, dass wir ablegen. Männe freut sich, dass ich ihn wecke. Wir sehen Travemünde an uns vorbei ziehen und dann schlafen wir beide auch ganz gut.

Am nächsten Morgen dann Frühstück und dann auch schon bald Mittag.. Was wir allerdings feststellen. Die Speiseauswahl ist im Verhältnis zu unserer damaligen Finnlandreise auf der Finntrader absolut kein Vergleich. Damals waren es Kulinarische Höhepunkte - jetzt dagegen .... Es stört uns aber nicht weiter - die Laune lassen wir uns grundsätzlich nicht verderben. Und satt werden wir allemal. Von allem aber am schönsten, sind die vielen Schiffe, die an uns vorbei ziehen.

Abendbrot - es ist fast so, als hätte jemand mein Gemecker von vorher gelesen. Das Abendbufett ist spitzenmäßig gut. Lachs, Scampis, Ente, Braten, Roastbeef, Barsch und vieles mehr und auch gute Nachspeisen.

Abends etwa mehr Wellengang, klar wir sind ja auch auf offner See. Ein wunderbarer Sonnenuntergang - vom Fenster aus zu sehen. Nachts haben wir auch gut geschlafen.

Helsinki - wir haben entschieden, wir bleiben an Bord. Was sagt Männe gerade. "Wir waren bestimmt die Ältesten an Bord". Na-Ja, ein Kompliment ist das nun auch nicht gerade. Sehen wir schon so alt aus (in seinen Augen). Ich fand einige sahen älter aus. Den Tag haben wir schön faul verbracht, Das Abendbrot war auch wieder gut.

Das Wetter ist ganz wunderbar.

Am Donnerstag dann um 20 Uhr sind wir wieder in Travemünde  - und dann auch bald auf Fehmarn.