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Schöne Reisen |
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Eigentlich wollten wir diesmal später los fahren. Immer sind wir überall viel zu früh. Die Fähre fährt erst um 19.30 Uhr ab. Man darf allerdings schon ab 17 Uhr aufs Schiff. Na ja mit viel Mühe haben wir es dann zu Hause bis 12 Uhr ausgehalten. In Kiel haben wir dann erst mal unsere Unterlagen abgeholt. Eine schöne Kabine auf der Stena Germanica haben wir bekommen – vorne auf dem Schiff auf dem Deck 7. Nr. 160.
Also was jetzt machen. Unser Auto war gut geparkt, den Koffer konnten wir auch drin lassen. Also ins Städtchen. Kiel ist eine wirklich schöne Stadt mit wunderbaren Füßgängerzonen. Aber leider ist nun Shopping überhaupt nicht unser Ding. Eine schöne Kirche war unsere erstes Ziel. Aber auch dort war es ziemlich warm. Da ich unter meiner langen Hose noch eine dicke Strumpfhose anhatte , kaufte ich mir bei Karstadt ganz „preiswerte“ Socken. Mist, natürlich habe ich an DM und nicht an Euro gedacht. So preiswert sind zwei Paar Socken für 6 € nun wirklich nicht. Auf der Toilette habe ich mich dann umgezogen. Aber jetzt fror ich doch tatsächlich in dem klimatisiertem Kaufhaus. Hansi leistete sich noch einen Wackelpeter. Sah ja ganz lecker aus, aber mein Bauch wollte nichts zum Essen haben. Wir gingen dann zum Parkhaus – ich zog auf dem engen Hintersitz wieder meine Strumpfhose unter die lange Hose und wir machten uns auf zum Terminal. Hier war unterdessen auch die Klimaanlage eingeschaltet und wir konnten uns bequem das Treiben ansehen. Auf dem Schiff ging es dann natürlich als erstes in unsere Kabine. Wie üblich musste ich alle Fluchtwege abgehen und dann besichtigten wir das Schiff. Das Wetter war ganz wunderbar und wir blieben lange auf Deck. Nach einem kleinen Abendbrot (20 €), Hansi Kalbfleisch gegrillt mit Gemüse und Kartoffelspalten und ich eine Folienkartoffel mit Krabbensalat (wir haben aber jeder vom anderen etwas gegessen, jeder hatte auch ein Bier) ging es in die Kabine. Ich habe super geschlafen. Mitten in der Nacht, als Hansi auf Toilette ging – es war genau der 29. Mai 0:01 Uhr habe ich ihm zum Geburtstag gratuliert. Am Morgen beim Frühstück kam auch schon die erste Geburtstagsgratulation . Gisela hat eine, nein zwei SMS geschickt. Leider war die Geburtstagstorte als solche auf der ersten SMS nicht zu erkennen. Hansi hat sich aber sehr über die guten Wünsche über SMS gefreut. Später rief dann noch Tante Karin an. Mutti und Karin haben dann auch noch gratuliert. Dann die Einfahrt anch Göteborg. Es ist so beeindruckend, diese Landschaft - man kann nicht genug vom Kucken bekommen. Um ja nichts zu versäumen, wechseln wir laufend die Schiffsseiten. |
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| Leider hatte Ich Darmkrämpfe und
wollte in der Kabine bleiben (habe an einer Socke gestrickt), so zog Hansi
alleine Richtung Bus-Schiff. Er hatte aber einen sehr schönen Vormittag
(auch ohne seine Frau). Er besichtigte die Werft Eriksberg oder besser
Terra Nova. Dort wird ein aus dem 18. Jahr hundert stammendes Schiff „Ostindienfareren
Götheborg“ originalgetreu nachgebaut.
Es muss sehr, sehr interessant gewesen sein. Ich konnte mir nach den Erzählungen von Hansi vieles genau vorstellen.
Wir waren dann noch etwa zwei Stunden auf Deck und haben das Beladen des Schiffes beobachtet. Überhaupt sind wir sehr viel auf den Überfahrten (auch vor Abfahrt) draußen – und wundern uns immer wieder, dass die meisten Fahrgäste im Schiff und nicht draußen sind. Zum Abendbrot wünschte sich Hansi Büfett-Essen. Oh Wunder, ich bekam tatsächlich Hunger und uns beiden ist das Essen auch gut bekommen. Wir aßen unter anderem verschiedenen Lachs, Shrimps, dann Rippchen und Rindfleisch mit Kartoffelgratin bzw. Nudeln und hinterher noch Käse mit Weintrauben. Dazu gab es Freibier. Hansi hat wunderbar gezapft. Dann wollte er mich schicken – dabei stellten wir fest, dass Hansi Bier „light“ geholt hatte. Genau, das war mir auf unserer letzten Reise auch beinahe passiert, weshalb ich auch Hansi zum Zapfen geschickt hatte. Allerdings hat uns das Bier sehr schön müde gemacht. Beide haben wir wunderbar geschlafen. Am nächsten Morgen haben wir ziemlich früh gefrühstückt und dann draußen bei wunderbarem Wetter die Einfahrt in den Hafen Kiel beobachtet.
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