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Unsere Finnlandreise mit der Finntrader von Finnlines 
vom 14. bis zum 18.9.03

Travemünde – Helsinki und zurück

14.09.03 um 7:52 Uhr wachen wir auf. Schnell gefrühstückt, Betten gemacht, Müll raus gebracht und noch ein paar Kleinigkeiten erledigt. Das Auto ist gepackt - also kann es kurz vor 8 Uhr los gehen. Wie üblich fahren wir hinterm Haus her, ob auch da alles in Ordnung ist. Das Wetter ist super, die Autobahn frei befahrbar.

Also sind wir auch schon um 11 Uhr in Travemünde. Erst kucken wir uns den Skandinavien-Kai an und dann machen wir auf einem Parkplatz eine gemütliche Rast (mit Entwässerung). Um 12 Uhr sind wir dann aber auch schon wieder am Kai.

 Endlich dürfen wir dann aufs Schiff. Da ist der erste Blick auf „unser“ Schiff. Interessant ist es so im Schiffsbauch. In der Mitte stehen die ganzen großen Laster, davon seitlich ist auf jeder Seite ein Tunnel, in dem Personenwagen, Mobile und so was stehen. Es sieht so aus, als wenn immer so zwischen 2 bis 3 Autos ein Schott zu­gemacht werden kann. Mit dem Fahrstuhl geht es dann hoch. An der Rezeption bekommen wir vom Zahlmeister unsere Kabinenkarten 506.

Später erfahren wir, dass das wohl mit die beste Kabinenlage sei. Nur das nötigste aus­gepackt und schnell wieder an Deck. Es ist so warm, dass man sich nichts überzeihen muss. Travemünde zieht an uns vorbei.

Erinnerungen an meine Kindheit werden wach. Der schöne Strand von Priwall (früher teils DDR).
Ja und davor noch die Altersresidenz „Rosenhof“. Ganz, ganz kurze Zeit haben wir mal gedacht, dass wir da ganz gerne alt werden würden. Klar, die Lage ist spitzenmäßig – aber sonst gehören wir da nicht hin. Man stelle sich vor, die Hausdame verlange jeden Morgen einen frischrasierten Hansi und Erika müsse sich auch immer fein machen.

Da sehen wir auch die Passat. 

Auf der Stadtseite dann die Häuserfont. Ich habe damals (etwa 1950) in einem der Häuser mit Hafenblick bei Weynells gewohnt. Ein Rückblick noch, wo Erika als Kind gebadet hat.

So geht es weiter. Hunderte von Schiffe sind draußen. Hansi macht wunderbare Aufnahmen. Zum Abendbrot habe ich leider etwas zu viel gegessen. Ich hatte aber auch großen Hunger. Wir sitzen mit einem netten Ehe­paar am Tisch. Dann bin ich ins Bett.

Das Aussteigen des Lotsen habe ich dadurch leider verpasst. Hansi hat .noch den Sonnenuntergang abgewartet. Ich habe ihn aber auch vom Kabinenfester aus gesehen.
Geschlafen haben wir beide ganz wunderbar. Frühstück gegessen – klar. Noch eine Runde auf Deck, dann eingekauft und wieder in die Kabine. Um 11 Uhr kam eine Durchsage vom Zahlmeister, dass er Interessierten die Brücke zeigen wolle. Na, wer ist da nicht interessiert. Alles war sehr beindruckend und wir waren wirklich dankbar, dass man uns diese Möglichkeit gegeben hatte. Das Schiff hat nur 34 Kabinen, die Besat­zung besteht aus 20 Personen. Alle Achtung was die so schaffen.

Wer ist denn hier nur der Kapitän.

Dann war schon wieder Zeit für Lunch und nach einer Pause im Bett Kaffee und Kuchen. Was ist nur mit der Erika los, sie hat keinen Appetit. Bei einem Rund­gang haben wir dann glatt noch die Toilette für Lisa, die Hundedame (falls sie die Fahrt auch mal macht) entdeckt. Im Bordladen haben wir, trotz großem Alkoholangebot nur zwei Flaschen Wasser gekauft. Kaffee gab es dann auch schon wieder mit super leckerer Him­beertorte. 1/8 Stück hat Erika noch ergattert. Aber Hansi hat die „gemischte“ Obsttorte auch geschmeckt. Das Abendbrot war un­übertroffen gut - Flusskrebse, Krabben und ganz viel mehr. Be­sonders lecker war aber auch eins der Nachtische. „Backofen-Käse“ - was war das – so etwas käseartiges, ganz mildes in Karamellsoße überbacken. Mhm, war das lecker. Leider traut Erika nicht zuzuschlagen, von wegen dem Befinden. Zum „Gemütlichen Beisammensein“ hatte keiner  Lust – irgendwie lockte das Bett. Unterdessen schlingerte die Fähre auch leicht. Klar – es war ja das offene Meer draußen.

Dann am nächsten Morgen Helsinki. Um 5:30 (4:30 deutsche Zeit) war der Wecker gestellt. An Deck waren wir aber schon viel eher. Es war eine wunderbare Einfahrt. Leider noch etwas dunkel aber auch die vielen Lichter und die dunklen Felsen be­eindruckten schon sehr. Nach einem Doppel-Frühstück ging es dann auf große Hafen­besichtigung. Unser Auto brauchten wir nach freundlicher Einwei­sung des Belademeisters, unter sprachlicher Mithilfe eines netten finnischspre­chenden jungen Mädchens, nur kurz aus dem Weg fahren und dann wieder rückwärts einparken.
Aber als wir dann wieder in unserer Kabine waren, waren wir doch recht froh, so ein schönes Zimmer zum Ausruhen zu ha­ben. Natürlich war Hansi zwischendurch noch oft auf Deck und hat Fotos und Erlebnisberichte für die „faule“ Erika mitgebracht. Kurz vor Abfahrt der Fähre bekamen wir dann noch einen netten Anruf vom Zahlmeister. Er wolle eigentlich nur wissen, ob wir und auch unser Auto wieder an Bord seinen. Er hatte uns vorher einen Stadtplan gegeben und uns den Tipp „Auto auf der Fähre lassen, bzw. gleich wieder nach dem Rausfahren und wider reinzufahren“ ge­geben. Irgendwie hat uns das doch sehr gerührt, dass die­ser Mann sich um uns Sorgen gemacht hat. Wäre ich zwanzig Jahre jünger, ich hätte glatt ge­meint, der Anruf gelte meiner Person, aber so hat er uns wohl für etwas tüttelig gehalten und wollte sicher ge­hen, dass wir das Auto nicht an Land vergessen haben. Das Abendbrot war , wie immer, hervorragend. Herr „Wichtigmann von Selbstherrlich“ hat uns, auch wie immer, dabei unterhalten.

Ganz wunderbar war dann die Ausfahrt von Helsinki. Die beleuchtete Kulisse der Stadt, die klei­nen Inseln überall und dann die enge Ausfahrt aus dem natürlich gewachsenem Hafenbecken wa­ren schon beeindruckend.

Gut geschlafen haben wir den Sonnenaufgang von der Kabine aus genossen, gefrühstückt und dann einen kleinen Frühschoppen gemacht.

Über Lunch und Abendessen zu reden, wäre nur eine Wiederholung von Lobesworten und Bilder sagen auch mehr (man beachte, dass immer wenig auf dem Teller liegt, lieber wird mehrmals neu ausgesucht).

Eben hat Hansi unser Schiffs-Schulden bezahlt. Es waren nur 11,20 € - da kann man nun wirklich nichts zu sagen. Morgen wird nochmals ein kleine Summe mit einem Dankeschön an die Küche gehen – und, wenn wir ihn sehen, auch noch etwas an den Lademeister.

Jetzt bleibt nur noch Einmal-Schlafen, Einmal-Frühstück, unseren Kram einpacken – und dann geht es etwa um 8 Uhr (deutsche Zeit 7 Uhr) morgen Donnerstag, den 18. September vom Schiff.

 

Und wir sind am 18. September gegen 9 Uhr wieder auf unserem geliebtem Fehmarn.
Und – zu Hause ist es doch am allerschönsten!!!

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