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Ich
habe das Buch vor Jahren gelesen - es hat mich damals und auch jetzt
wieder sehr, sehr ergriffen.
Die Theatergruppe einer meiner Enkeltöchter hat „die Welle“
aufgeführt.
Ich habe es mir angekuckt. Wieder war ich total
aufgewühlt. Es ist erschreckend, wie schnell man beeinflusst werden
kann und mit der Menge mitläuft. Erst wirkt auch alles so positiv,
aber dann …
Rezension von Joachim
Klein
Als Ben Ross, Geschichtslehrer an der
Gordon High School, im Geschichtsunterricht den Zweiten Weltkrieg und die
Vernichtung der Juden durch die Nazis durchnimmt, stellen ihm Schüler die
Frage, wieso die deutsche Bevölkerung tatenlos zugesehen hat. Er kann
diese Frage nicht beantworten und startet in der nächsten Unterrichtstunde
ein Experiment: Er drillt seine Schüler auf Disziplin, verlangt, daß sie
bei der Beantwortung von Fragen aufstehen und die Antworten herausbrüllen
müssen. Seinen Schülern macht diese Form von Unterricht erstaunlicherweise
Spaß und er ergänzt das Regelwerk, das streng befolgt werden muß immer
weiter. Schließlich gründet er "Die Welle", eine Organisation mit einem
eigenen Gruß, Abzeichen und Überwachern, die auf die Einhaltung der Regeln
achten. "Die Welle" beschränkt sich nicht mehr nur auf den Geschichtskurs,
auch andere Schüler werden rekrutiert. Langsam aber sicher gleitet ihm die
Kontrolle über das Experiment aus den Händen und "Die Welle" entwickelt
ein gefährliches Eigenleben. Schüler, die nicht bei Mitglieder werden
wollen, werden belästigt und bedrängt, Kritik unterbunden. Laurie
Saunders, eine Schülerin aus dem Geschichtsunterricht von Ben Ross und
Chefin der Schülerzeitung, war am Anfang auch von der Welle mitgerissen,
doch das mulmige Gefühl, das sie hat, schlägt in Angst um. Sie versucht
ihren Mitschülern klarzumachen, wie wahnsinnig "Die Welle" ist, doch die
gehen zu ihr auf Distanz.
Dieses Buch ist besonders brisant, weil die dargestellte
Geschichte auf einer wahren Gegebenheit beruht: 1969 machte der Lehrer Ron
Jones genau dieses Experiment an einer High School in Palo Alto, Kalifornien.
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