Der Himmel fällt von
Lorenza Mazzetti
ein
autobiographischer
Roman
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Bücher - die ich lesenswert finde |
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Der Himmel fällt von
Lorenza Mazzetti dies Buch hat mich mal wieder total ergriffen - es wird mich auch noch lange berühren
es ist ein Zeitzeugnis Italiens während
des Faschismus,
"Die achtjährige Penny und ihre jüngere
Schwester Baby leben in einer vornehmen
toskanischen Villa unweit von Florenz. Nach dem
Tod ihrer Eltern hat ihr Onkel sie aufgenommen.
Italien befindet sich im Krieg, doch davon
verspüren die beiden Mädchen wenig. Ihren Alltag
verbringen sie zwischen den starr anmutenden
Lebensgewohnheiten ihrer intellektuellen
Verwandten und der einfachen Welt der
Bauernkinder. Der Stunde um Stunde mit der Tante
Schach spielende Onkel erscheint dabei genauso
exotisch wie die archaisch anmutenden religiösen
Gepflogenheiten der Dorfbewohner. Aus Pennys
Perspektive bekommen die Worte des Pfarrers über
Himmel und Hölle ein erschreckendes Gewicht.
Natürlich wird der Onkel in die Hölle kommen,
denn alle Ungläubigen - der Onkel ist Jude -
fallen der ewigen Verdammnis anheim. Natürlich
haust der Teufel längst in der Villa.
Unermüdlich und voller Angst beten und büßen die
Kinder für die Seele des Onkels, um ihn
vielleicht doch noch vor dem Höllenfeuer zu
retten. Denn Penny liebt diesen strengen
wahrheitsliebenden Mann, auch wenn er sie immer
wieder zurechtweist und straft. Er duldet ihre
Temperamentsausbrüche, die oft mit Scherben
enden, nicht; er erkennt ihre Geschichten nicht
als überbordende Phantasie, sondern schimpft sie
eine Lügnerin. Unfassbar, wie weit sich die
Erwachsenen aus der Kindheit herausgestohlen
haben, wie viel Leid sie in bester Absicht
auslösen.
Penny verzehrt sich in Sehnsucht nach Zärtlichkeit. Sie träumt davon, dass ihr Onkel auf sie zukommt und sie fest in seine Arme schließt. Erst als sie droht, sich ein Leid anzutun, verlassen die Erwachsenen für einen Augenblick ihre geordnete Welt, die sie vor der Unmittelbarkeit und den unkontrollierten Gefühlen der Kinder schützt. Doch die Kinder sehen sehr viel genauer, wie sich etwas Bedrohliches um die Villa zusammenzieht. Eines Tages sehen die Kinder überall Soldaten; ein Offizier kommt zum Onkel und bittet um Quartier. Mit der Ruhe ist es vorbei. Aber niemand außer den Kindern scheint sich Sorgen zu machen. Etwa über den geheimnisvollen deutschen Offizier, der jeden Mittag um die gleiche Zeit zum Klavierspielen kommt. Erst als es Penny und Baby gelingt, den General zum Kinderessen im Wald einzuladen und er ihnen versichert, dass er sich jeden Morgen den Hals wäscht, sind sie beruhigt und nehmen die besetzte Villa als Normalität hin. Doch irgend etwas geht vor sich. Der Onkel beruhigt Penny, aber die schleicht nachts durchs Haus und beobachtet die Soldaten. Warum spielt der Onkel mit dem General Schach, während der wissen will, ob ihr Onkel Jude ist? Wieso lächelt der Onkel, während die Engländer die Villa bombardieren? Penny weiß nicht mehr, was wahr ist. Sie liegt schlaflos im Bett und fragt sich, ob sie als einzige Angst hat. Spürt denn niemand die Gefahr, die wie ein gigantisches Monster über der Villa schwebt? " (Beschreibung von www.buecher.de) |
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