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Unsere Hunde |
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Wroul von Silverthal |
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Geschichten über Wroul Inhaltsverzeichnis Hauptgeschichte
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Endlich hatte ich meinen Mann so weit, dass er einverstanden war - "EIN HUND DARF HER". Ich hatte mir was "foxterrierhaftes" in den Kopf gesetzt. Also los zum Kauf. Auf keinen Fall wollte ich einen Glatthaarterrier - und genau den hatten wir dann. Wir durften uns den Hund auch schon ansehen, es wurde uns auch erlaubt, einen Namen auszusuchen. Allerdings mit Anfangsbuchstaben "W". Was mögen manche Leute von uns gedacht haben. Wenn wir laut rufend "Wroul" durch die Gegend gingen. Wir mussten doch den Namen üben. Wroul war bei uns Herr im Haus - er war der Leithund. Wir waren damals einfach nicht in der Lage, dem Hund seine Grenzen aufzuzeigen. Was aber total auffiel, Wroul liebte Kinder und auch kleine oder junge Hunde. Unsere Nachbarskinder - Zwillinge - himmelte er direkt an. Er stand bei ihnen am Zaun, ließ sich füttern und auch mal von den Kleinen mit Spielzeug auf den Kopf hauen. Einmal hatte wir ihn vor der Haustüre angebunden. Ich hatte ihn die ganze Zeit vom Küchenfenster im Auge - dachte ich. Als ich dann mal wieder kuckte - Wraul war eng umschlungen von einem der Nachbarzwillinge. Beide lagen im Gras und es gefiel beiden scheinbar. So schwer es mir fiel, ich verhielt mich ruhig. Nur draußen durfte Wroul dann später nie mehr alleine sein. Dagegen große Hunde, um so größer je besser, da ging er regelmäßig drauf los. Im Nachhinein, sehe ich es so "Angriff ist die beste Verteidigung". Als junger Hund ist er sehr schlimm von einem Schäferhund gebissen worden. So etwas prägt vermutlich. Ausnahme machte allerdings Hermes, Hermes kannte Wroul schon als Baby.
Wroul war ein richtiger "Wasserhund". Egal ob Sommer oder Winter - wenn Wasser da war, dann war er auch drin. Aber das ist ja auch typisch für seine Rasse.
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Unser erster Zelturlaub 1974 mit Wroul Ein kleines Zelt hatten wir ja schon. Also warum dann nicht am Wochenende an die See. Bekannte hatten uns einen Zeltplatz direkt hinter einem Deich empfohlen. Wir also hin, unser Zelt aufgestellt. Hund bekam seine Kiste – sollte ja schön warm liegen. Sicherheitshalber wurde er dann noch am Zeltgestänge fest gebunden. War ja dann auch alles so richtig schön , bis – ja, bis eine Hündin vorbei kam. Die gefiel unserem „Wroulemann“ über alle Maßen. Also er wollte hinterher - er zog und zog. War ja nicht so einfach für ihn – aber geschafft. Er hinterher - das ganze Zelt mit Gestänge hinter sich herziehend. Was war da auf einmal für eine gute Stimmung auf dem Platz. Mit guten Ratschlägen ausgerüstet ging es zum Platzladen. Viele gute neue Heringe und natürlich dann auch noch ein paar Bierchen für die “Gute-Ratschläge-Geber“ wurden gekauft. Unsere einfachen Stahl-Heringe sind für Norwegens steinigen Boden geeignet aber doch nicht hier für so einen Sandboden. Nachdem dann mit vielen Helfern das Zelt schnell wieder aufgebaut war, wurde es ein richtig schöner Abend.
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Urlaub auf
Borkum. Es war ganz wunderbar. Wir hatten einen Strandkorb am
Hundestrand und fühlten uns „hunde“- und „menschenwohl“. Bis – ein
Heulen uns erschreckte „mein Ball ist kaputt“. Was war geschehen,
unser Wraul hatte einen Ball der spielenden Kinder gefangen. Klar in
seiner großen Schnauze hatte der Ball keine Chance – und die Luft war
draußen. Kein Problem, es wurde schnell ein neuer Ball am Strandkiosk
gekauft. Also wieder
alles ganz wunderbar. Na ja, nicht sehr lange – Wroul konnte gut
fangen. Der nächste Kauf wurde getätigt. Es ist mir noch unerklärlich,
wie unser Hund - er war angeleint - immer wieder einen Ball ergatterte.
Ich glaube nach dem 5. Ball bekamen wir dann Rabatt am Kiosk.
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Das
ist die „Würze des Lebens“ Wie kam es zu
diesem Spruch? Wroul und ich
waren auf einem Campingplatz in den Wilsumer Bergen. Der
Platz war ziemlich leer. Aber trotzdem hatte ich unseren Hund an der
Leine. Wir beide schlenderten so über den Platz. Auf einmal sprang ein
großer Hund über eine Hecke, schnappte meinen Hund am Genick und
wollte ihn tot schütteln. Der Überfall kam so plötzlich, dass wir
beide keine Chance zum Abwehren hatten. Das Frauchen kam sofort
ebenfalls über die Hecke und versuchte das Schlimmste zu vermeiden.
Leider hörte ihr Hund nicht auf sie und wollte unseren Hund nicht los
lassen. Die Frau versuchte nun das Gebiss ihres Tieres auseinander zu
bekommen. Irgendwie klappte es auch und sie hatte ihren Hund dann am
Halsband und mein Hund war frei. Ihre
Hand blutete stark. Sie wollte damit auch gleich zum Arzt und ich sollte
ebenfalls mit meinem Tier zum Arzt (nicht dem gleichen natürlich). Meinen
Hund untersuchte ich dann selbst und fand die paar Wunden nicht
behandlungsbedürftig, machte mir aber natürlich um das Frauchen des
„Angreifer-Hundes“ große Sorgen. Am
Abend kam sie dann zu mir. Sie hatte tatsächlich bei der Rettungsaktion
eines ihrer Fingerglieder verloren. „Das ist die Würze des Lebens“
meinte sie „es ist doch nicht so schlimm, durch so etwas merkt man
erst, wie schnell was passieren kann. Es war ein Erlebnis, ich hatte ja
auch nicht mal einen Ring auf dem Finger“. Sie tat mir natürlich sehr
leid. Wir haben dann beide versucht, die ganze Sache zu rekonstruieren
– wir kamen aber zu keinem Ergebnis. Entweder
hatte mein Hund aus Angst noch mal um sich gebissen oder ihr Hund noch
mal richtig nachgebissen, um unseren nicht loszulassen. Egal, wer - einer der beiden Hunde hatte das Fingerstück aufgegessen. Wir
beiden Frauen haben dann doch tatsächlich noch mit einer Taschenlampe
den Tatort nach einem Finger abgesucht – war aber nichts.
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Der
Terrier-Verband sprach uns an. Es sollten auf einer Ausstellung die
verschiedenen Terrierarten gezeigt werden. Wir sollten also unseren
Wroul als Glatthaar-Terrier vorzeigen. Nun wurde unser
Hund etwas auf Diät gesetzt. Er sollte doch ein kleines bisschen
schlanker sein. Am Tag vor der Schaustellung haben wir Menschen uns eine
leckere Bienenstichtorte vom Markt geholt. Richtig schön den Tisch
gedeckt und dann sollte das Schlemmen los gehen. Es
klingelte. Ich ging an die Türe und rief dann zu dem Gespräch meinen
Mann dazu. So, endlich jetzt können wir es uns gemütlich machen. Beide freuten wir uns schon auf die Torte. Wir gingen also ins Wohnzimmer und wer saß da und freute sich auch – der Wroul. Nein, er hatte nicht alle Torte aufgegessen. Er hatte erst wohl nur ein bisschen geleckt, dann hatte es ihn aber gepackt. Zuerst hatte er die Creme raus geschleckt und wo er nicht mehr an die Creme kam, dann das obere abgebissen. Den unteren Boden hatte er für uns übrig gelassen – aber so undankbar wie wir sind, lehnten wir das ab – das wollten wir nun auch nicht mehr essen. Unser Wroul war nun mal der "Leithund". Er
hatte bei uns das "Sagen". Aber dann - dann kam mein kleiner
Neffe. Wie es kam - ich weiß es nicht so genau. Aber - oh Wunder, der
Worul gehorchte ihm auf´s Wort. Andreas sagte: "Sitz"
und - Wroul saß. Wroul ließ sich ganz brav an der Leine führen
und, und. Im Nachhinein denke ich, es lag an dem Ton von meinem
Neffen und weil er auch keine Angst zeigte - er fühlte sich dem Tier
tatsächlich gewachsen und war es dadurch auch absolut.. Scheinbar war Wroul überhaupt nicht auf die
Idee gekommen, dass er stärker als Andreas sei. Für den Hund war der
Junge der Leithund. Ich denke, der Hund brauchte so etwas - und es
gefiel ihm auch sichtlich. |
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Unser Wroul konnte sehr, sehr hoch springen - auch aus dem Stand heraus. Irgendwann, als wir im Haus Umbauarbeiten vornahmen, ist wohl ein Brett mit großem Krach umgefallen. Seit dem Zeitpunkt hütete sich Wroul vor Brettern. Man brauchte nur ein schmales Brett irgendwo hin legen. Nie wäre er da drüber gegangen oder gesprungen. Auf dem Wohnwagenplatz oder auch zu Hause - er sprang über alle Hecken oder auch mitten durch. Wir waren dann ja etwas gemein und nutzten das schamlos aus. Wenn die Haustüre groß offen war. Ein schmales Brett davor gelegt - und unser Hund blieb in sicherer Entfernung davor stehen. Genau so machten wir es dann im Wohnwagen.
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