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Katzenbesuch  

Ich war abends auf der Terrasse und hörte ein klägliches leises Miauen. Natürlich kam mein Helfersyndrom durch „ein Tier in Not“. Ich guckte über den Zaun zum Nachbargrundstück. Da kam dann auch schon ein junges Kätzchen zu mir. Wollte auch gleich gestreichelt werden. Mein Mann hatte noch Bedenken, „warte mal, gleich ist sie wieder weg, sie gehört doch bestimmt jemanden“. Also ich - Hilfeschrei per Telefon an eine Katzen-Fachfrau  im Freundeskreis – und dann auf ihren Rat hin, etwa eine Stunde abgewartet.  Mein Mann stand die ganze Zeit im dunklen Wohnzimmer und beobachtete Mieze. Dann machten wir die Terrassentüre auf und drin war die Kleine. Zuerst inspizierte sie das ganze Haus - scheinbar gefiel es ihr „ach hier bleibe ich erst mal“. Sie bekam etwas Wasser mit wenig Milch; dann ging es hoch in mein Zimmer. Wir hatten noch einen großen Hamsterkäfig, da kamen Zeitungen rein (ev. kann es ja als Katzen-Kloo benutzt werden). Mieze kletterte auch rein und wieder raus, dann sprang sie auf alle Regale guckte in jeder Ecke, wollte auch noch an meinen PC. Zuletzt ging es auf meinen Schoß. Sie wirkte glücklich und zufrieden. Bisschen gespielt hat sie noch, es ging auch noch mal in den Garten. Schlafen – ja das klappte recht gut. Zuerst um meine Hals gekuschelt und dann zwischendurch auch noch am Fußende meines Bettes. Ich habe hier in meinem zweiten Wohnzimmer ein Gästebett stehen. Dort schliefen wir.

Mein Mann durfte alleine im Schlafzimmer schlafen, guckte aber doch zwischendurch nach uns Beiden .

Morgens  ging es in den Garten. Mieze wollte aber bald wieder rein, sie trank etwas und speiste etwas Bratenaufschnitt und wollte dann gerne noch etwas schlafen - wieder an meinen Hals gekuschelt.

Später wurde noch mit einem Tennisball gespielt, dann noch etwas auf dem Lederhocker geschlafen und dann – mein Mann brachte sie im Hamsterkäfig mit meine Pulli, den sie nun ja schon kannte, ins Tierheim.

Ich hatte vorher im Internet gesehen, dass gerade auch junge Katzen schnell vermittelt werden. Wobei wir ja denken, sie hat sich verlaufen und jemand holt sie noch ab.

Im Tierheim waren sie sehr nett „och ist das ne Süße“. Mein Mann ließ eine Spende und dann auch gleich den Käfig dort.

Jetzt warte ich irgendwie immer auf den Besuch der Kleinen. Es könnte ja sein, dass sie aus der Nachbarschaft stammt.

Behalten, wenn sie keinem gehört? Ich hätte es zu gerne getan, aber wir sind zu alt für ein Tier.


mit dem Handy fotografiert - und ohne Blitzlicht

 

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