Besondere Erlebnisse
so war es "früher"
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Friedland - es war 1955 Wir wohnten damals in Göttingen. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich dazu kam. Aber in den Ferien ging es morgens nach Friedland zum Helfen. In Friedland kamen die "Heimkehrer" aus der Kriegsgefangenschaft an. Ich habe da viel Glück gesehen und empfunden. Wir "Helfer" durften unter anderem die Betten beziehen, abwaschen und vor allem auch Kartoffeln schälen. Es war schön, wenn wir so zu mehreren um einen großen Bottich saßen und um die Wette schälten. Wir durften uns auch mit den Heimkehrern unterhalten und ihnen helfen, sich im Lager zurecht zu finden. Es wurde auch viel gesungen. Wenn dann neue Heimkehrer ankamen - was freuten sich die Männer, uns Kinder zu sehen. Ich habe viel von der Zeit vergessen - aber wenn ich daran denke, wird es mir warm um´s Herz. Irgendwann war dann auch Bundespräsident Heuss da und eines der Kinder durfte ihm Blumen überreichen. Es gab aber auch viel Schlimmes zu sehen. Ich denke jetzt noch mit Erschütterung daran zurück. Die armen Menschen. Wie viel Hoffnung war da- und wie viel wurde auch zerstört. Ein Beispiel - meine Eltern wollten für eine Bekannte, die krank war, den erwarteten und angesagten Sohn abholen. Leider, er war auf dem Transport gestorben. Schrecklich, dass dann der Mutter zu sagen. |
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